Futtermittel untersuchen nach CNCPS: Die Vorteile im Überblick

Tieferen Einblick in die Futtermittel - neben Verdaulichkeiten und Stärke

Die Futtermittel nach CNCPS zu untersuchen, erlaubt einen tieferen Einblick in die Futtermittel. Basierend auf der bekannten erweiterten Weender-Analyse wurde diese weiterentwickelt, um detaillierteres Wissen über enthaltene Nährstoffe und deren Verdaulichkeiten über einen definierten Zeitraum zu erhalten. Nur so kann die Wirkungsweise der Futtermittel in der Kuh verstanden und die ideale Ration ausgerichtet auf Gesundheit und Leistung erstellt werden.
 

Futtermittel untersuchen: Vorteile CNCPS

 
 
 
Neben der Analyse der Verdaulichkeiten der Faserfraktion und Stärke bietet die Futteranalyse nach CNCPS noch weitere Vorteile:

                                                                                         
Futtermittel untersuchen: amerikanisches Modell analysiert zudem Rohprotein und Aminosäuren

 
Protein ist wichtig für Erhaltung, Wachstum, Reproduktion und Milchleistung. Dabei setzt sich der tägliche Bedarf der Milchkuh nicht nur aus dem absoluten Gehalt an Protein zusammen, viel mehr spielt die Versorgung mit den einzelnen Aminosäuren eine große Rolle. 60 bis 70 Prozent des Aminosäurebedarfs einer Milchkuh werden durch die Pansenmikroben bereitgestellt. Der Restbedarf muss über das Futter gedeckt werden. Welche Aminosäuren und in welchen Mengen ein Futtermittel über die Ration bereitstellt, wird über die Futteranalyse nach CNCPS ermittelt. Diese Daten, eingebunden in das dynamische Rationsberechnungsprogramm nach CNCPS, ermöglichen so die auf dem Betrieb vorhandenen Eiweißkomponenten optimal in der Futterration einzusetzen, um den Aminosäurebedarf der Tiere nachhaltig zu decken. Gleichzeitig ist es möglich, gezielt Rohprotein einzusparen.
 
 

Fett und Fettsäuren im Blick - Futtermittel untersuchen


Fette werden meist nur als reine Energiequelle angesehen. Bestimmte Fettsäuren, aus denen die Fette bestehen, zeichnen sich jedoch auch durch ihre großen Effekte auf die Milchfettsynthese, Milchproduktion, Tiergesundheit und Fruchtbarkeit aus.

Der absolute Fettgehalt und die Zusammensetzung der einzelnen Fettsäuren schwankt innerhalb der verschiedenen Futtermittel. Vor allem bei Grassilagen ist das zu beobachten. So enthält der erste Schnitt Gras häufig einen höheren Anteil Fettsäuren als die Folgeschnitte. Von besonderer Bedeutung ist hier auch der RUFAL-Wert. Dieser umfasst die Menge an ungesättigten Fettsäuren im Futtermittel und ihr Potential, die Fermentation im Pansen und die Milchfettsynthese zu beeinflussen. Ein überhöhter RUFAL in einer Ration kann eine Milchfettdepression auslösen.

 

NDF und NDF-Verdaulichkeit


Die Faserfraktion macht rund ein Drittel in der Trockenmasse der vorgelegten Futterration aus. Die NDF (neutrale Detergenzien Faser) besteht aus den Faserkomponenten Hemizellulose, Zellulose und Lignin. Neben dem absoluten Gehalt an NDF in einem Futtermittel ist es von besonderer Bedeutung, wie gut und schnell diese Faserbestandteile vom Tier genutzt werden können. Das wird über die Analyse der Verdaulichkeit der NDF über einen Zeitraum bis 240 h untersucht. Zu definierten Zeitpunkten wird gemessen, welche Menge an Faserbestandteilen bereits verdaut wurde. So werden die Menge und Verdauungsgeschwindigkeit der NDF-Gehalte im Futtermittel und in der Ration erfasst. Über eine steigende Lagerdauer der Gras- und Maissilagen hinweg erhöht sich die Verdaulichkeit der NDF. Deshalb ist es notwendig, Ihre Grundfuttermittel in regelmäßigen Abständen zu analysieren.
 
 

Futtermittel untersuchen mit CNCPS: Stärke und Verdaulichkeit der Stärke


Stärke fungiert als Energiequelle für die Kuh. Abgebaut wird Stärke vor allem im Pansen. Der Gehalt an Stärke und deren Abbaubarkeit im Pansen wird vom Erntezeitpunkt und verwendeter Technik, Erntejahr und Standortgegebenheiten sowie durch die Silierdauer und Sortenwahl beeinflusst. Für die Fütterung ist neben dem absoluten Stärkegehalt im Futtermittel auch deren Verdaulichkeit entscheidend. Je höher verdaulich die Stärke, desto mehr wird im Pansen abgebaut. Das hat wesentlichen Einfluss auf die Wahl weiterer Energiekomponenten in der Ration.

 

Zeitliche Veränderung qualitätsbestimmender Merkmale von Silagen


Die Silierdauer hat wesentlichen Einfluss auf die Verdaulichkeit von Stärke und NDF. Mit ansteigender Silierdauer erhöhen sich deren Verdaulichkeiten (Abbildung 1). Die Veränderung der Verdaulichkeit der Stärke hat wesentlichen Einfluss darauf, welche weiteren Energiekomponenten eingesetzt werden. Je höher die Verdaulichkeit der Stärke in der Maissilage, desto mehr pansenbeständige Stärke sollte z.B. über Körnermais zugeführt werden.
 
 
 
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